Putin bestreitet Verantwortung für die Flüchtlingskrise | Deutschland – aktuelle deutsche Politik. DW-Nachrichten auf Polnisch | DW

In einem Interview mit dem Staatsfernsehen heute (13. November 2021) erklärte der russische Präsident Wladimir Putin, dass er keine Verantwortung für die Flüchtlingskrise an der polnisch-weißrussischen Grenze trage. „Ich möchte, dass alle wissen: Wir haben damit nichts zu tun“, sagte er.

Er fügte hinzu, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenka sprechen müssen, um die Krise zu lösen. Seines Wissens sei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu bereit, sagte Putin. Merkel und Putin hatten vor wenigen Tagen ein Telefongespräch über die Lage der Flüchtlinge an der weißrussisch-polnischen Grenze geführt.

Warnung für Minsk

Der russische Präsident warnte Weißrussland, das die EU für die Grenzkrise verantwortlich macht, vor einem Stopp der russischen Gaslieferungen nach Westeuropa. Alexander Lukaschenka und Wladimir Putin diskutierten kürzlich über die Einstellung der Gaslieferungen nach Europa, die unter anderem über die Jamal-Gaspipeline durch Weißrussland und Polen nach Deutschland fließen. Der weißrussische Teil der Pipeline gehört dem russischen Staatsmonopolisten Gazprom.

Jetzt sagt Putin, er habe nicht mit Lukaschenka darüber gesprochen. In einem Interview erklärte er, Lukaschenka könne „offensichtlich“ die Gaslieferungen abschneiden. „Aber es würde einen Verstoß gegen unseren Vertrag für den Gastransit bedeuten, und ich hoffe, dass es nicht dazu kommt“, fügte er hinzu. Lukaschenkas Wechsel wäre ein schwerer Schlag für den europäischen Energiesektor, glaubt der russische Präsident. Außerdem würde es seiner Meinung nach den Beziehungen Russlands zu Weißrussland nicht helfen. als Transitland.

(RTR, DPA / sier

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