Er spielte mit Neuer, dann wollte er seinen Tod vortäuschen. Er wird ins Gefängnis gehen

Im Januar 2016 informierte Schalke 04 Gelsenkirchen über den tragischen Tod von Hiannick Kamba. Ein Absolvent der Nachwuchsgruppen des Vereins sollte bei einem Autounfall im Kongo ums Leben kommen. Die Fans drückten der Familie des Verstorbenen ihr Mitgefühl aus, doch nach zwei Jahren erreichten sensationelle Nachrichten die Medien. Es stellte sich heraus, dass Kamba doch noch lebte.

Der Kongolese meldete sich bei der deutschen Botschaft in Kinshasa und berichtete, sein Tod sei von seiner Frau und seiner Mutter vorgetäuscht worden. Alles war so organisiert, dass die Familie eine enorme Entschädigung erhalten konnte. Wie Kamba selbst sagt, hat das mit der ganzen Situation nichts zu tun.

Hiannick Kamba spielte lange Zeit in den Nachwuchsgruppen von Schalke 04. Er spielte in einer Mannschaft mit Manuel Neuer, dem aktuellen Torhüter des FC Bayern München und Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Gemeinsam traten sie in der Saison 2003/2004 auf, als Schalke in der Junioren-Bundesliga auftrat.


Foto: Christoph Koepsel / Getty Images

Jugendmannschaft Schalke 04 (Saison 2003/2004)

Letztendlich schaffte es Hiannick Kamba jedoch nicht, in der ersten Mannschaft Karriere zu machen, er schaffte es nur, in die Reservemannschaft einzusteigen. 2007 verließ er Schalke und begann in Amateurmannschaften zu spielen, wobei er sich für einen professionellen Job ohne jeglichen Bezug zum Fußball entschied.

2015 sollte der ehemalige Schalker Nachwuchsfußballer eine Lebensversicherung im Wert von 600.000 Euro abschließen. Euro. Wie die deutschen Medien berichten, soll sie sich bei einem unglücklichen Unfall verdoppeln. Bereits im Januar 2016 erfuhr die Welt von Kambas Tod und seine Frau und Mutter reichten die notwendigen Unterlagen ein, um eine Entschädigung beantragen zu können. Ohne die sensationelle Aussage des Mannes wäre der Betrug wahrscheinlich nicht aufgedeckt worden.

Zwei Jahre später fand sich der ehemalige Fußballer in der deutschen Botschaft in Kinshasa wieder. Seine Aussage war schockierend: Seine Frau und seine Mutter sollten ihn im Dschungel sterben lassen und allein die Entschädigung des Versicherers fordern. Kamba sollte nach zwei Jahren aus dem Dschungel herauskommen und landete in der Hauptstadt der DR Kongo, wo er seine Erklärungen abgab.

Die Botschaft half ihm in dieser sehr schwierigen Situation, so kehrte der Kongolesen nach Deutschland zurück und begann wieder ein normales Leben zu führen. Die Staatsanwaltschaft untersuchte jedoch die ganze Zeit den Fall, und sein Ende war für Hiannick Kamba nicht günstig. Der Schalke-Absolvent und seine Frau wurden schließlich zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Der 35-Jährige konnte vor Gericht nicht beweisen, dass er nicht an der Erpressung von Schadensersatz beteiligt war. Daher soll er in Kürze seine Haftstrafe in Deutschland verbüßen.

Aldrich Vonnegut

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