Deutschland: vorläufige Ergebnisse, SPD gewinnt mit 25,7% – Europa

Die SPD hat die Bundestagswahl in Deutschland gewonnen, das das Ende der Merkel-Ära markiert, mit 25,7% der Stimmen, knapp vor den Konservativen, laut einer offiziellen vorläufigen Bilanz, die heute Morgen von der Eidgenössischen Wahlkommission bekannt gegeben wurde. Das konservative CDU-CSU-Lager erreichte mit 24,1 % das schlechteste Ergebnis seiner Geschichte, während die Grünen mit 14,8% den dritten Platz belegten, gefolgt von der liberalen Fdp mit 11,5%.

Ein Match am Draht und zwei Herausforderer, die bereit sind, das Zepter zu erobern. Die Sozialdemokraten erzielen viele Punkte und einen klaren, wenn auch leichten Vorteil, während es für die CDU im Vergleich zu vor vier Jahren eine Niederlage ist. Und so verkündete Scholz aufgeregt und im Willy-Brandt-Haus mit langen Ovationen: „Der Abend wird lang, aber eines ist klar: Die Bürger wollen eine Veränderung. Und sie fragen nach dem Namen des nächsten Kanzlers Olaf Scholz“. Bei den Konservativen der Union ergriff jedoch Armin Laschet das Wort, um die Begeisterung der SPD einzudämmen: Zu früh warnte er. „Das Ergebnis steht vorerst noch nicht fest. Wir werden alles daran setzen, eine von der Union geführte Regierung zu bilden.“ Der CDU-Chef musste zugeben, dass er „mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein konnte“, der Rückgang beträgt fast neun Punkte gegenüber vor vier Jahren. Und die endgültige Ohrfeige kommt, wenn auch im Einmann-Wahlkreis Rügen, im Land Mecklenburg-Vorpommern, die Eroberung der SPD festgestellt wird, die Merkel seit 1990 achtmal in Folge gewonnen hatte Alliierte Messer Bayern unterstützen den schwachen Kandidaten, wobei Markus Söder, ebenfalls unzufrieden mit den Leistungen in Bayern, „eine konservativ geführte Koalition der Vernünftigkeit“ fordert. Und alle, sowohl Scholz als auch Laschet, drängen auf die Bildung einer neuen Regierungskoalition „vor Weihnachten“. Nach den Hochrechnungen des öffentlich-rechtlichen Senders Zdf liegen die Sozialdemokraten mit 26 % (+5,5 gegenüber 2017) an der Spitze, gefolgt von der Union mit 24,2 % (-8,7). An dritter Stelle liegen die Grünen mit 14,3% (+5). Die Liberalen erhielten 11,5% (+0,8). Die Ultra-Rechte der Afd würde 10,6% (-2) erhalten, während die Linke bei 5 (-4,2%) stoppt, gefährlich auf der Mindestschwelle für den Einzug in den Bundestag. Über die Kräfteverhältnisse innerhalb der Parteien hinaus ist jedoch klar, dass Scholzs SPD nach Jahren der Enttäuschung große Erfolge feiert – die Süddeutsche Zeitung widmet ihr ein Profil mit dem Titel „Ein Held namens Olaf“ – ebenso wie die Grünen. von Annalena Baerbock, die ebenfalls sehr unterschiedliche Anfangserwartungen hatte. Für die Union ist dieser 26. September ein historischer Schlag, den sie im Adenauer-Haus mit der Nichtbelohnung der Kanzlerin wegen Merkels Abgang zu rechtfertigen versucht. Bereit, einen großen „historischen Erfolg“ zu beanspruchen, war daher der grüne Baerbock, der zugab, „dieses Mal hat es nicht gereicht, das Kanzleramt zu erobern“, sondern „wir haben ein Mandat für die Zukunft. Wir hätten uns mehr gewünscht. Aber wir haben die an der Regierung des Landes zu beteiligen. Und wir werden weiter für eine Klima-Governance kämpfen“.

Auch der Liberale Christian Lindner jubelte: „Aus den Umfragen kommt ein klares Signal, die Wähler wollen eine Zentralregierung“. In der Bilanz der nächsten Koalition hat der FDP-Chef die Tür sowohl für eine „Ampel“-Koalition (mit SPD und Grünen) als auch für das sogenannte „Jamaika“ mit Union und Grünen offen gelassen. die ihm lieber wäre. Während sich die Konservativen einhellig über Linkes mageres Ergebnis freuten, das das Gespenst einer rot-rot-grünen Koalition endgültig beseitigt. Ohne also eine Regierung mit der Linken und der scheidenden Groko auszuschließen, die die Sozialdemokraten längst abgelehnt haben – sie wollen endlich CDU und Csu in der Opposition sehen – liegen die derzeit auf dem Tisch liegender Optionen also eine „Ampel“-Koalition zwischen SPD, Grünen und Liberale und das bereits erwähnte Jamaika, das Lindner vor vier Jahren in die Luft gesprengt hat. Aber erst die Nacht wird konkretere Ergebnisse zum Nachdenken bringen: Die Briefwahl wiegt, deren Auszählung auch das Bild verändern könnte. Die Grünen Robert Habeck und Lindner sind sich derweil auf einen anderen Plan einig: Sie werden sich zuerst miteinander befassen, die Gemeinsamkeiten sondieren und dann den Tisch für die anderen öffnen. Der Eindruck ist, dass die Kleinen selbst entscheiden könnten, ob Scholz oder Laschet Kanzler werden soll. Auf deutschen Seiten kursieren Zweifel am Namen des Gewinners. Spiegel schreibt: Scholz hat gewonnen, aber welchen Wert hat er? Und der Unionschef fragt: „Wird er ins Kanzleramt krachen?“ Klar ist, dass die Spiele noch lange geöffnet bleiben werden. Die beiden angehenden Bundeskanzlerin haben sich eine großzügige Zeit gelassen: Bis Weihnachten muss die Regierung geboren werden. Merkel könnte sogar Zeit haben, die politische Langlebigkeit von Helmut Kohl zu überwinden, wenn sie bis zum 17. Dezember im Amt bleibt.

Aldrich Vonnegut

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