Deutsche Welle (DW) NFT-Auktion zur Förderung der Pressefreiheit | Die Welt | DW

Die Pressefreiheit steht unter zunehmendem Druck und heftigen Angriffen. Es überrascht nicht, dass zwei investigative Journalisten, die Philippinerin Maria Ressa und der Russe Dmitri Muratov, den Friedensnobelpreis 2021 erhalten haben. Der Ausschuss lobte ihr Engagement für die Meinungsfreiheit, die eine Voraussetzung für Demokratie und Frieden ist.

Nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) sitzen derzeit weltweit 339 Journalisten im Gefängnis sowie hundert Blogger, Community-Reporter und Medienschaffende. Dieser Wert liegt erneut deutlich über dem Vorjahr, als bereits ein neues Maximum erreicht wurde. Hinzu kommen die ermordeten Journalisten, die in diesem Jahr bereits über 30 Jahre alt sind.

Auktion für Pressefreiheit

Als Geste der Solidarität mit all unseren Kolleginnen und Kollegen weltweit haben wir ein Video mit den Worten „Freiheit“ und „Presse“ in allen 30 Sendesprachen der DW produziert. Wir werden es auf einer Auktion versteigern, deren Erlös an Reporter ohne Grenzen gespendet wird.

Die Aktion entspringt dem Wunsch, mehr über ein spannendes und vielversprechendes, aber auch recht seltsames Phänomen zu erfahren: Das Video, das wir versteigern, hat eines der oben genannten NFTs.

NFT steht für „Nicht fungibles Token“ Und es ist eine Art digitales Echtheitszertifikat. Digitale Daten, die eigentlich beliebig kopiert werden können, werden somit als Original identifiziert und unterscheiden sich damit von Kopien. Die Basis dafür ist Technik Blockchain, auf dem auch Kryptowährungen wie Bitcoin basieren.

Millionen Pixel und Geld

Im Jahr 2021 gab es einiges Aufsehen um NFTs, da einige dieser digitalen Originale für viel Geld verkauft wurden. Im März dieses Jahres wurde beispielsweise eine Collage aus digitalen Bildern des amerikanischen Künstlers Beeple für umgerechnet 69 Millionen Dollar verkauft. Das katapultierte Beeple, bisher nur wenigen bekannt, auf den dritten Platz der teuersten lebenden Künstler hinter Jeff Koons und David Hockney. Es war das erste Mal, dass ein renommiertes Auktionshaus, insbesondere Christie’s, eine NFT-Auktion erlaubte.

Die meisten NFTs werden jedoch auf spezialisierten Plattformen im Internet versteigert. Dabei steht auch viel Geld auf dem Spiel: vom Selbstporträt des Whistleblowers Edward Snowden über Videoclips von Sportereignissen bis hin zu Online-Memes, etwa Videos von Katzen. Die wahre Kunst ist natürlich auch da. Sogar die NFT einer Zeitungsseite New York Times mit einem text zum phänomen der digitalen kunst erreichte er ein rekordhoch.

PresseFreiheitX30

In zukünftigen Artikeln werden wir erklären, wie die Technologie hinter NFTs funktioniert und welche Erfahrungen wir dabei gemacht haben. Und warum manche Leute große Hoffnungen mit NFTs verbinden, während andere diese Technologie für ein betrügerisches Schneeballsystem und einen Klimazerstörer halten.

Das NFT der DW heißt PressFreedomX30 und bietet uns die Gelegenheit, mehr über diese spannende Entwicklung zu erfahren, vielleicht vergleichbar mit einem Testverkauf bei Ebay im Jahr 1995 oder einer Probefahrt im ersten Tesla im Jahr 2008.

Wer bieten möchte, braucht ein digitales Wallet mit der Kryptowährung Ether. Hier der Link zur Auktion:

https://foundation.app/@DW.com

Die Auktion beginnt am Dienstag, 16. November 2021, um 17:00 Uhr (MEZ). Es dauert 24 Stunden ab dem ersten Gebot.

Der Erlös (abzüglich der Provision der Auktionsplattform) geht an Reporter ohne Grenzen (RSF Deutschland). Die Nichtregierungsorganisation dokumentiert weltweit Verletzungen der Pressefreiheit und unterstützt verfolgte Journalisten.

(jov / cp)

Aldrich Vonnegut

"Professioneller Kommunikator. Hipster-freundlicher Schöpfer. Gamer. Reiseexperte. Kaffeekenner."

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert